Reihe „Zwischen Menschen“: Sind Beziehungen Grenzen-Erfahrungen?

In diesem Artikel

Mit dem Wort „Grenzen“meinen wir verschiedene Konzepte. Einerseits die körperlichen Grenzen, andererseits die räumlichen, emotionalen oder psychischen Grenzen. All diese Arten von Grenzen sind grundverschieden und lassen sich unterschiedlich gut definieren.

Körperliche und räumliche Grenzen

Die körperlichen Grenzen finde ich deutlich erkennbarer als andere Arten von Grenzen. Wenn man davon ausgeht, dass die Haut eines Menschen oder eines anderen Lebewesens die Grenze des Körpers definiert und keine Erkrankung oder Einschränkung besteht, aufgrund derer die Hautsensibilität beeinträchtigt ist, könnte man sagen, dass die Haut die spürbare Grenze des Körpers bildet. Wenn unsere Haut berührt wird, spüren wir die Grenzen unseres Körpers.

Diese Grenzen sind auch speziesübergreifend. Wenn ich zum Beispiel eine Katze streichle, spüre ich ihre körperliche Grenze – und sie sehr wahrscheinlich ihre eigene. Dass Hunde und Katzen sich von Menschen streicheln lassen, denen sie zugewandt sind, zeigt ebenfalls, dass körperliche Grenzen speziesübergreifend wahrnehmbar und Berührungen sogar positiv konnotiert sein können.

Wir spüren unsere Körpergrenzen aber nicht nur durch Berührungen. Auch Kleidung, Wasser, Sonne, Regen oder Hagel auf unserer Haut lassen uns unseren Körper wahrnehmen. Ebenso spüren wir unsere Grenzen, wenn wir hinfallen oder uns verbrennen. Schmerz signalisiert uns die körperliche Grenze unmittelbar. Wir nehmen unseren Körper also ständig wahr – mal mehr, mal weniger bewusst.

In der körperlichen Begegnung mit einem anderen Lebewesen spüren wir durch die Berührung der Haut unseren eigenen Körper. Die Art der Berührung wird dabei sehr schnell zu einem gesellschaftlichen Phänomen. Jede Gesellschaft schreibt unterschiedlichen Berührungen unterschiedliche Bedeutungen zu. So gilt etwa ein Händedruck auch in einem formellen Arbeitskontext als normal, während eine Umarmung eher etwas Freundschaftliches ausdrückt.

Längeres Streicheln, flüchtige Küsse oder Kuscheln unterliegen, finde ich, besonders spannenden gesellschaftlichen Konventionen. Wenn wir ein Tier länger streicheln, es auf das Fell küssen oder mit ihm kuscheln, gilt das als normal – vorausgesetzt, das Tier lässt es gerne zu. Wenn wir ein Baby oder ein Kleinkind streicheln, kuscheln oder ihm ein Bussi geben, gilt das ebenfalls als normal, sofern es das eigene Kind ist oder wir es gut kennen und das Kind die Berührung zulässt.

Wenn sich jedoch erwachsene Menschen gegenseitig länger streicheln, küssen oder miteinander kuscheln, erhalten diese Berührungen unmittelbar eine andere Bedeutung. Längeres Streicheln oder intensives Kuscheln findet zwischen erwachsenen Menschen meist dann statt, wenn romantisches, sexuelles oder zumindest ein sehr intensives persönliches Interesse besteht.

Natürlich gibt es auch Freundschaften, in denen eine solche Körperlichkeit vorkommt, und nicht alle Beziehungen lassen sich eindeutig in Kategorien einordnen. Grundsätzlich drücken erwachsene Menschen durch Kuscheln und Küssen jedoch meist eine besondere Nähe zueinander aus.

Intensives Knutschen sowie Berührungen des Intimbereichs oder erogener Zonen sind sexueller und/oder romantischer Natur und aus ethischer Sicht nur zwischen erwachsenen, einvernehmlichen und ebenbürtigen Menschen vertretbar.

Natürlich lässt sich nicht genau definieren, wo Sexualität beginnt. Wenn sich zum Beispiel zwei erwachsene Menschen begegnen und eine besondere Spannung zwischen ihnen entsteht, kann sich bereits ein Händedruck oder eine freundschaftliche Umarmung sexuell aufgeladen anfühlen. Manchmal reicht sogar schon ein Blick oder ein Gespräch. Das ist weder falsch noch „komisch“. Vielmehr wird die Begegnung emotional aufgeladen.

Die Bedeutung jeder Berührung ist daher eine Mischung aus gesellschaftlichen Konventionen und persönlicher Bedeutungszuschreibung. Je nach kulturellem und gesellschaftlichem Kontext werden Berührungen unterschiedlich eingeordnet. Gleichzeitig dienen diese Konventionen auch dem Schutz. Würden wir uns alle berühren, wie wir gerade möchten, käme es vermutlich deutlich häufiger zu Grenzüberschreitungen und Missbrauch, als dies ohnehin schon der Fall ist.

Man könnte deshalb sagen, dass Berührungen zwischen Menschen – und allgemein zwischen Lebewesen – innerhalb eines ethischen Rahmens stattfinden, der anschließend individuell ausgehandelt wird. Zwischen erwachsenen, ebenbürtigen und einvernehmlichen Menschen können Körpergrenzen selbstverständlich auch viel intensiver und freier erkundet werden.

Körperliche Grenzen entstehen bereits während der Schwangerschaft. Gerade bei Babys und Kleinkindern sind Berührungen der Haut – also Streicheln, Kuscheln und körperliche Nähe – Erfahrungen, die ihnen vermitteln, wo ihre Körpergrenzen liegen. Umso wichtiger ist es deshalb, kindliche Körpergrenzen feinfühlig wahrzunehmen und Kinder niemals zu Berührungen zu drängen, die für sie unangenehm sein könnten, etwa beim Wickeln, Waschen oder in anderen Alltagssituationen.

Kinder lernen durch Berührungen und Körperwahrnehmung zu spüren, was sich für sie angenehm oder unangenehm anfühlt und wo ihr Körper überhaupt beginnt und endet.

Im Laufe unseres Lebens werden wir uns zunehmend darüber bewusst, welche Arten von Berührung wir mögen und welche nicht – sowohl im Alltag als auch im sexuellen Kontext. Manche Menschen mögen körperliche Berührungen grundsätzlich gern, auch in sehr neutralen Situationen, beispielsweise bei der Arbeit oder im Gespräch mit fremden Menschen. Andere mögen Körperkontakt nur mit Menschen, die ihnen nahestehen, und wieder andere empfinden körperliche Nähe grundsätzlich eher als unangenehm. All das ist völlig in Ordnung, solange es den Menschen damit gut geht und die Grenzen anderer respektiert werden.

Menschen gehen also sehr unterschiedlich mit ihrer eigenen Körperlichkeit um.

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal betonen, dass Körpergrenzen nicht nur zwischen Menschen berührt werden. Auch Tiere oder Phänomene wie Wasser, Sonne, Regen, Hagel, Wärme oder Kälte berühren unsere Körpergrenzen. Es gibt Menschen, die das Gefühl von Regen auf ihrer nackten Haut lieben, und andere, die es überhaupt nicht mögen. Unsere Haut nimmt ständig Reize auf, die wir als mehr oder weniger angenehm empfinden und die wir mal bewusster, mal unbewusster wahrnehmen.

All diese Berührungen vermitteln uns immer wieder dieselbe Botschaft:

„Das ist dein Körper.“

Die nächsten Grenzen, über die wir sprechen können, sind räumliche Grenzen. Wenn wir über „Grenzen“ sprechen, meinen wir häufig auch bestimmte Räume, in denen wir uns bewegen und in denen unser Körper seinen Platz beansprucht.

Befinden sich mehrere Menschen in einem Raum, achten sie in der Regel darauf, dass alle genügend Platz haben. Gleichzeitig halten sie meist genau den Abstand zueinander, der ihnen erlaubt, sich zu hören, miteinander zu sprechen oder sich aufeinander zu beziehen.

Interessant ist dabei, dass der räumliche Abstand davon abhängt, in welcher Beziehung Menschen zueinander stehen. Wenn beispielsweise eine U-Bahn nahezu leer ist, werden wir uns wahrscheinlich nicht direkt neben die einzige andere Person im Waggon setzen. Ist diese Person jedoch unsere Freundin oder unser Freund, werden wir uns sehr wahrscheinlich genau dorthin setzen.

Räumliche Nähe signalisiert also einerseits unser Verhältnis zu einer Person, einem Tier oder sogar einem Objekt. Andererseits kann sie auch Ausdruck von Interesse oder Neugier sein.

Ganz allgemein lässt sich sagen, dass räumliche Nähe meist Zugewandtheit und Interesse ausdrückt, während räumlicher Abstand eher Vermeidung oder Abgrenzung signalisiert.

Räumliche Grenzen sind also keineswegs neutral.

Wenn wir ein Kleinkind allein auf der Straße sehen, fragen sich viele Menschen sofort: „Wo sind die Eltern?“ Instinktiv erwarten wir sie in der Nähe des Kindes. Sehen wir sie nicht, werden wir häufig alarmiert.

Wenn eine Katze auf dem Schoß eines Menschen sitzt, gehen wir fast automatisch davon aus, dass beide zueinander gehören. Sitzen zwei Menschen gemeinsam an einem Tisch, nehmen wir meist an, dass sie sich kennen oder zumindest miteinander zu tun haben. Sitzen hingegen zwei Menschen auf zwei verschiedenen Parkbänken, würden wir eher vermuten, dass sie einander fremd sind.

Warum ist das so?

Weil räumliche Grenzen eben nicht neutral sind.

Sowohl körperliche als auch räumliche Grenzen haben gemeinsam, dass sie sich relativ klar beschreiben lassen.

Was geschieht aber, wenn wir über psychische und emotionale Grenzen sprechen?

Unsichtbare Grenzen

Hier betreten wir einen Bereich, der sich oft nicht beobachten lässt. Psychische und emotionale Grenzen können wir nicht sehen, aber wir können sie spüren. Gleichzeitig sind sie immer subjektiv und nicht immer klar definiert.

Diese Grenzen sind außerdem nicht speziesübergreifend. Wir wissen nicht, welche psychischen oder emotionalen Grenzen Tiere erleben, sondern können ihr Verhalten immer nur aus menschlicher Sicht interpretieren. Aber auch zwischen Menschen ist das nicht immer eindeutig. Wenn Menschen nicht verbal kommunizieren, eine andere Sprache sprechen oder ihre Innenwelt sprachlich nicht ausdrücken können, bleibt uns nur, intuitiv und interpretativ zu versuchen, ihre psychischen und emotionalen Grenzen wahrzunehmen.

Die psychischen und emotionalen Grenzen eines Menschen erzählen viel über seine Geschichte und seine Erfahrungen. Gerade deshalb sind sie individuell und nie eindeutig. Gedanken und Gefühle haben keine Haut, die sie sichtbar macht. Sie sind aber kein bisschen weniger real als unser Körper.

Ich unterscheide hier zwischen psychischen und emotionalen Grenzen, weil das Berühren einer psychischen Grenze nicht zwingend mit einer emotionalen Reaktion verbunden sein muss – und umgekehrt. Natürlich sind Begriffe immer auch Konventionen. Für diesen Beitrag möchte ich sie jedoch folgendermaßen verstehen:

Eine emotionale Grenze wird berührt, wenn eine Person eine emotionale Reaktion erlebt. Eine psychische Grenze wird berührt, wenn in einer Person ein bestimmtes Thema aktiviert wird, ohne dass dies notwendigerweise mit einer emotionalen Reaktion einhergehen muss.

Deshalb halte ich diese Unterscheidung für diesen Beitrag für sinnvoll.

Ein Beispiel:

Zwei Menschen sprechen miteinander über Liebesbeziehungen. Eine Person ist eine Affäre eines anderen Menschen und wird plötzlich traurig, als sie vom Liebesglück der anderen hört. Meiner Meinung nach wurde hier eine emotionale Grenze berührt.

Sprechen hingegen zwei Menschen über eine Arbeitsstelle und eine Person hat dort schlechte Erfahrungen gemacht, wird sie vermutlich spüren, dass ihre eigene Meinung nicht neutral ist und ein persönliches Thema aktiviert wurde. Das muss jedoch nicht zwingend mit einer emotionalen Reaktion einhergehen.

In vielen Fällen fallen psychische und emotionale Grenzen allerdings zusammen.

Wie erkennen wir nun diese unsichtbaren Grenzen?

Unsere eigenen psychischen und emotionalen Grenzen können wir spüren. Herausfordernd wird es dort, wo wir unsere eigene innere Realität von der unseres Gegenübers unterscheiden müssen.

Wenn meine Freund*innen beispielsweise über Fernreisen sprechen und ich traurig werde, weil ich mir eine solche Reise im Moment nicht leisten kann, spüre ich meine Enttäuschung, Frustration oder Traurigkeit. Schwieriger ist es jedoch, innerhalb dieser Emotion auseinanderzuhalten, dass diese Gefühle nicht durch das Gespräch oder die Freude meiner Freund*innen entstehen, sondern lediglich durch sie ausgelöst werden.

Rational ist uns dieser Unterschied meist klar. Innerhalb der eigenen Emotion ist er jedoch oft schwerer wahrzunehmen. Mit zunehmender Selbstreflexion gelingt das meistens besser.

Was ist aber mit den unsichtbaren Grenzen anderer Menschen?

Hier wird es deutlich komplexer. Wir können immer nur das Verhalten anderer beobachten oder das wahrnehmen, was sie uns mitteilen.

Wenn ich beispielsweise diejenige bin, die über Arbeit spricht, und mein Gegenüber gerade verzweifelt nach einer Arbeitsstelle sucht und sich dadurch verletzt fühlt, habe ich möglicherweise eine unsichtbare Grenze berührt.

Nun stellt sich die Frage:

Was passiert in solchen Situationen, in denen wir die unsichtbaren Grenzen eines anderen Menschen unabsichtlich berühren?

Wie merken wir überhaupt, dass wir eine Grenze berührt haben, wenn sie nicht sichtbar ist?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Wenn eine betroffene Person offen genug ist, uns direkt mitzuteilen, dass sie ein Thema gerade stark berührt, werden die meisten von uns darüber nicht weiter sprechen. Das wäre auch Ausdruck von Empathie.

Viele Menschen sagen jedoch nicht, wenn ihre psychischen oder emotionalen Grenzen berührt werden. Einerseits, weil wir nicht immer sofort spüren und verstehen, was gerade in uns geschieht. Andererseits, weil wir uns oft nicht trauen, unser Gegenüber darauf aufmerksam zu machen.

Wird diese Berührung nicht ausgesprochen, wird sie auch nicht zur gemeinsamen Realität.

Dann kann es passieren, dass die betroffene Person ihr Unwohlsein nonverbal zeigt – oder überhaupt nicht.

In beiden Fällen kann die Person, die die Grenze unabsichtlich berührt hat, das Gefühl bekommen, dass „etwas nicht stimmt“ oder „etwas passiert ist“. Tatsächlich ist jedoch nichts Sichtbares geschehen, weil die Berührung unausgesprochen geblieben ist.

Natürlich muss eine solche Berührung auch gar nicht wahrgenommen werden.

Was aber häufig geschieht, ist, dass sie trotzdem ihren Platz innerhalb der Beziehung einnimmt.

Was machen wir also, wenn Grenzen nicht sichtbar sind?

Wie gehen wir mit ihnen um?

Sind Grenzen Beziehungsthemen?

Wir spüren Grenzen nur, wenn diese berührt werden. Natürlich kann das auch durch einen Film, ein Bild oder ein Buch geschehen, aber die meisten Berührungen werden in Beziehungen passieren. Sind also Grenzen Beziehungsthemen? Auf eine gewisse Weise würde ich diese Frage mit Ja beantworten. Wenigstens machen Beziehungen unsichtbare Grenzen spürbar und ab und zu auch sichtbar.

Und jetzt können wir noch einen Schritt tiefer gehen.

Wir haben bis jetzt gesehen, dass das Berühren psychischer oder emotionaler Grenzen etwas ist, das unsichtbar passiert und weder sofort wahrgenommen noch ausgesprochen werden muss oder bewusst geschieht. Sind Grenzberührungen allerdings immer etwas, das vermieden werden sollte?

Da kommen wir meiner Meinung nach zu einem ziemlichen Widerspruch.

Wenn ich immer in meinen Grenzen bleibe und diese nie von meinem Gegenüber berührt werden, werde ich natürlich nicht verletzt, allerdings auch nicht berührt.

Ist dann eine Berührung der eigenen Grenzen etwas Wünschenswertes?

Ich finde, dass sich diese Frage nicht wirklich beantworten, sondern nur eingrenzen lässt.

Wenn ein Mensch uns psychisch oder emotional an unseren Grenzen berührt, hinterlässt er eine Spur. Dieser Mensch hat uns tatsächlich berührt, und diese Berührung ist nicht weniger wahr als ein Anstreifen zweier Körper. Der Unterschied ist nur, dass wir all diese Grenzen und Berührungen nicht sehen und sie so uneindeutig sind, dass sie auch keiner gesellschaftlichen Norm unterstehen (anders als körperliche und räumliche Grenzen). Somit sind diese Arten von Berührungen viel komplexer einzuordnen, weil sie freier sind, allerdings nicht weniger real.

Der Punkt ist also, ob wir, nachdem unsere emotionalen und psychischen Grenzen berührt wurden, eine positive oder negative Empfindung erleben. Anders als bei körperlichen Grenzen ist diese unsichtbare Realität wahrscheinlich ein wenig ambivalenter.

Kehren wir zu dem Beispiel zurück: Eine Person erzählt mir von ihrer glücklichen Liebesbeziehung, ich bin die Affäre meiner geliebten Person und werde plötzlich traurig.

Ich könnte mich entscheiden, Abstand zu halten, das Thema zu wechseln oder mich mit einer Ausrede aus der Konversation zurückzuziehen, um meine Grenze zu bewahren – in der Hoffnung, dass ich bald wieder weniger traurig bin.

Alternativ könnte ich mich auf das Gespräch einlassen und mein Gegenüber daran teilhaben lassen, dass gerade meine unsichtbaren Grenzen berührt wurden und mir das wehtut, ich nun aber das Leid mit ihm teilen kann. Das ist vielleicht herausfordernd, schafft aber jedenfalls die Möglichkeit zur Begegnung.

Erst einmal vorweg: Keine dieser beiden Reaktionen ist richtig oder falsch. Wir Menschen machen normalerweise beides – je nach Situation, Zustand und Beziehung.

Das ist nur die Beschreibung einer Ambivalenz, und zwar der Ambivalenz der Berührung psychischer und emotionaler Grenzen.

Aber jetzt noch tiefer:

Wenn Menschen sich für den zweiten Weg entscheiden, um Begegnung zu schaffen, müssen sie zu zweit sein. Die Person, die die andere berührt hat, muss dann aushalten, dass sie gerade etwas getan hat (unabsichtlich natürlich), das für die andere Person nicht eindeutig positiv, aber auch nicht neutral gewesen ist. Das kann ebenfalls ganz schön viel Abwehr auslösen.

Angenommen aber, dass beide Menschen für eine Begegnung offen sind, dann könnte dieses Anstreifen einer unsichtbaren Grenze genau der erste Schritt in eine Beziehung sein.

Je mehr Beziehungen uns berühren, desto bedeutsamer werden sie für uns. Dieses Berühren ist aber nicht immer nur zu romantisieren oder positiv, sondern teilweise auch schwer auszuhalten und jedenfalls immer uneindeutig.

Auch ein bewusst positives Berühren ist nicht immer eindeutig positiv. Wenn ich beispielsweise weiß, dass meine Freundin sich für einen Teil ihres Körpers schämt, und ich sie absichtlich positiv berühren möchte, um ihr etwas Gutes zu tun, indem ich ihr sage, wie schön genau dieser Teil ihres Körpers aussieht, den sie ablehnt, kann es auch sein, dass ich ihre Grenzen auf eine Weise berühre, die ihr dennoch wehtut, obwohl ich ihr etwas Gutes tun wollte.

Das wäre vergleichbar mit einer Umarmung, die ich einer Person schenken möchte, um ihr etwas Gutes zu tun. Komme ich ihr dabei körperlich zu nahe, kann es für sie unangenehm werden.

Das Berühren psychischer und emotionaler Grenzen ist also grundsätzlich nie kontrollierbar. Und das macht Angst.

Allerdings müssen wir hier auch eine Unterscheidung machen:

Wann werden Grenzen berührt und wann überschritten?

Berührung vs. Überschreitung

Was ist der Unterschied?

Eine Überschreitung ist für mein Verständnis eine absichtliche Handlung aus Rücksichtslosigkeit.

Nehmen wir dieselbe Situation: Zwei Menschen unterhalten sich über Liebesbeziehungen. Das Szenario ändert sich drastisch, wenn eine Person ganz genau weiß, dass die andere sich gerade in einer schmerzhaften Situation befindet, weil sie eine Affäre ist, und ihr erzählt, wie toll es ist, eine*n Partner*in zu haben und wie schrecklich es sein muss, allein zu sein und jemanden zu vermissen usw.

Hier sind wir uns wahrscheinlich alle einig, dass die erzählende Person rücksichtslos gehandelt hat.

Ist dann die Absicht der Unterschied?

Wahrscheinlich zum Teil.

Ein anderer Teil ist aber der Hintergedanke.

Immer dieselbe Situation: Diese zwei Menschen kennen sich schon lange. Eine von ihnen hat vor Kurzem eine verheiratete Person getroffen, sich verliebt, ist ihre Affäre geworden und nun leidet unter der Situation und die andere weiß, dass sie darunter leidet. Grundsätzlich passt sie auf, ihrer Freundin nicht ständig von ihrer Liebesbeziehung zu erzählen, um sie nicht unnötig zu verletzen. Allerdings hat ihr Partner ihr einen Heiratsantrag gemacht.

In diesem Fall möchte die eine Freundin der anderen trotz ihres Schmerzes über die eigene Situation natürlich erzählen, dass sie bald heiraten wird.

Wenn sie die Freundin mit dieser Nachricht verletzt, ist das meiner Meinung nach keine Rücksichtslosigkeit, denn in einer tieferen Beziehung wäre es wahrscheinlich auch schade, wenn eine Freundin der anderen nichts von einem für sie so schönen Ereignis erzählen würde.

In beiden Situationen handelt eine Person bewusst. Sie erzählt der Freundin, die gerade unter einer unglücklichen Liebesbeziehung leidet, etwas Schönes aus ihrem Liebesleben, und das Resultat ist ebenfalls gleich: Die betroffene Freundin fühlt sich traurig.

Allerdings prahlt in der einen Situation die erzählende Person rücksichtslos damit, wie toll es ist, eine Liebesbeziehung zu haben. Im zweiten Fall erzählt die eine Person ihrer Freundin von einer Nachricht, die für sie wichtig ist.

Was ist dann eine Überschreitung und was eine Berührung emotionaler und psychischer Grenzen?

Beide Handlungen können bewusst geschehen und Schmerzen verursachen.

Allerdings ist eine Grenzüberschreitung meiner Meinung nach mit einem Bedürfnis verbunden, das ungefähr so klingen könnte:

„Ich verletze dich, um mich besser zu fühlen.“

Während eine Grenzberührung eher aus einem Bedürfnis entsteht, das ungefähr so klingt:

„Ich möchte dir etwas erzählen, weil ich dich mag, spannend finde oder deine Meinung hören möchte.“

Der Hintergedanke und das Bedürfnis der handelnden Person sind meiner Meinung nach relevant, um zwischen einer Überschreitung und einer Berührung psychischer und emotionaler Grenzen zu unterscheiden.

Und nun eine letzte Frage:

Können wir jemals wirklich wissen, was der Hintergedanke unseres Gegenübers ist?

Abgrenzung

Je nachdem, wie sehr man Menschen vertraut, wird man diese Frage eher mit Ja oder eher mit Nein beantworten. Ein wenig skeptisch dürfen wir allerdings alle sein. Niemand vertraut immer allen blind.

Man könnte hier sagen, der beste Weg, um nie verletzt zu werden, ist die dauerhafte Abgrenzung. Das stimmt, aber es ist auch ein einsamer Weg.

Wenn man sich hingegen einer Person hingibt, das heißt, sich öffnet, sich zeigt, wie man ist, und dem Gegenüber auch Auskunft über die Wunden und Schmerzen gibt, die man mit sich trägt, dann ist das Risiko groß, dass die eigenen Grenzen berührt werden – und im schlimmsten Fall, wenn unser Gegenüber es nicht gut mit uns meint, auch überschritten werden. Das tut weh.

Das Wort, das dieses Dilemma ein wenig auflöst, ist: Vertrauen.

Wenn wir eine Beziehung eingehen – und damit meine ich wirklich eingehen, indem wir uns tatsächlich hingeben -, dann entscheiden wir uns (oder tun wir es unbewusst und intuitiv), dem Gegenüber zu vertrauen.

Wir vertrauen darauf, dass, wenn wir unserem Gegenüber etwas sagen und zeigen, er uns nicht auslachen, verletzen und kleinmachen wird. Gleichzeitig vertrauen wir darauf, dass die Person vor uns, wenn sie uns etwas sagt, erzählt, zeigt, mitteilt oder tut, einen Hintergedanken hat, der etwa so klingt: „Ich möchte dir das sagen oder zeigen, weil ich dich mag, spannend finde oder deine Meinung hören möchte.“ Und nicht den Hintergedanken: „Ich mache dich kleiner, um mich besser zu fühlen.“

Mit Sicherheit wissen wir es nie, aber normalerweise haben wir ein Gefühl dafür.

Es klingt vielleicht nach einem absurden Beispiel, aber wenn ich mit meiner Katze kuschle, vertraue ich darauf, dass sie mich nicht aus dem Nichts zerfleischt. Ich lasse zu, dass sie teilweise die Kontrolle über meine Körpergrenzen hat, weil sie mich natürlich schwer verletzen könnte, wenn sie wollen würde.

Genauso ist es mit einem Menschen. Wenn ich mit einer geliebten Person kuschle, gehe ich davon aus, dass sie mich nicht aus dem Nichts schwer verletzt oder sogar tötet. Grundsätzlich könnte sie das natürlich tun. Das ist ein wenig dramatisch ausgedrückt.

Das eigene Menschenbild und die eigenen Beziehungserfahrungen spielen hier ebenfalls eine wichtige Rolle.

Mein eigenes Menschenbild führt mich beispielsweise dazu, daran zu glauben, dass die meisten Menschen positive Motive dafür haben, warum sie die Dinge sagen und tun, die sie sagen und tun.

Das Menschenbild ist jedoch ein theoretisches Konstrukt. Es kann ein wenig wie ein Anker sein. Oft viel bedeutsamer sind jedoch die Beziehungserfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben.

Wenn wir viele Kontakte und Beziehungen erlebt haben, in denen unser Gegenüber unsere emotionalen und psychischen Grenzen häufig absichtlich überschritten hat, um sich besser zu fühlen, werden wir wahrscheinlich eher Angst davor haben, dass uns das noch einmal passieren könnte. Dadurch grenzen wir uns möglicherweise etwas schneller ab, wenn uns jemand nahekommt.

Das ist natürlich nicht der einzige Grund.

Wenn wir die Erfahrung gemacht haben, betrogen, im Stich gelassen, angelogen, missbraucht oder für die Selbstwerterhöhung eines anderen Menschen benutzt worden zu sein, könnte es sein, dass wir uns unserem Gegenüber zunächst vorsichtiger zeigen.

Eine Abgrenzung ist also auch ein Schutz vor einer möglichen Grenzüberschreitung.

Was ist aber mit Grenzberührungen?

Brauchen wir auch davor eine Abgrenzung?

Wahrscheinlich nicht.

Aber auch sie können wehtun.

Die Bedürfnisse des Gegenübers mögen andere sein, dennoch kann eine Berührung unserer psychischen und emotionalen Grenzen schmerzhaft sein.

Je näher uns eine Person kommt, desto wahrscheinlicher wird es, dass sie unsere unsichtbaren Grenzen berührt.

Das klingt eigentlich ziemlich widersprüchlich.

Wir suchen Nähe, um uns sicher zu fühlen, und gerade dadurch werden wir immer mehr berührt. Das wiederum kann immer mehr Ängste auslösen.

Das ist einfach ein Widerspruch – und ein Beziehungsdilemma.

Es gibt dafür, finde ich, auch keine einfache und klare Lösung.

Vielleicht ist es die Entwicklung einer Beziehung, die uns im Nachhinein zeigt, dass von diesen Berührungen keine Gefahr ausgeht, sondern ehrliche Nähe.

Und sie ist sehr schön.

Aber das ist natürlich keine Garantie. Niemand hat sie im Voraus.

Vielleicht ist es einfach so, dass Beziehungen sich unserer Kontrolle entziehen – und Grenzberührungen auch.

Beziehungen erfordern von uns allen also Vertrauen.

Grenzen-Erfahrungen

Sind also Beziehungen immer Grenzen-Erfahrungen? Existieren Beziehungen, die uns nie berühren und nie wehtun? Müssen wir mit einer Beziehung immer auch Schmerz in Kauf nehmen?

Meiner Meinung nach sind Beziehungen per se Grenzen-Erfahrungen. Die Frage nach dem Schmerz finde ich hingegen sehr individuell. Schmerz müsste dafür zunächst einmal definiert werden. Warum aber Grenzen-Erfahrungen?

Wir haben zuvor bereits zwischen Grenzüberschreitungen und Grenzberührungen differenziert. Menschen, die unsere Grenzen überschreiten, um ihren Selbstwert zu erhöhen, können wir vielleicht schlicht vermeiden. Was ist aber mit dem Bereich der Grenzberührungen?

Zurück zu unserem Szenario:

Zwei Personen sitzen gemeinsam an einem Tisch und trinken einen Kaffee. Sie kennen sich schon länger, und die eine weiß, dass die andere unter ihrem Liebesleben leidet. Sie ist nämlich eine Affäre eines anderen Menschen und kommt aus dieser Situation nicht heraus. Der Freund der einen Freundin hat ihr aber gestern einen Heiratsantrag gemacht. Sie überlegt die ganze Zeit, ob es angebracht ist, ihre Freundin mit so einer Nachricht zu verletzen. Es wäre ihr zwar wichtig, die schöne Nachricht mit ihr zu teilen, allerdings fragt sie sich während des Treffens, ob es notwendig ist, ihre Freundin mit ihrem Liebesglück zu konfrontieren.

Die andere Person weiß natürlich nichts vom Heiratsantrag. Sie hat vor Kurzem einen guten Job in den USA angeboten bekommen. Sie denkt sich: „Das wäre eine perfekte Gelegenheit, um aus meiner unglücklichen Liebesbeziehung herauszukommen.“ Sie würde diese Überlegung gerne mit ihrer Freundin teilen. Allerdings weiß sie seit Langem, dass ihre Freundin sehr darunter leidet, mit ihrem Abschluss keine passende Stelle zu finden und immer noch als Verkäuferin in einem Supermarkt zu arbeiten, obwohl ihr die Arbeit keinen Spaß mehr macht. Sie fragt sich also während des Treffens ebenfalls, ob es notwendig ist, ihre Freundin mit ihrem beruflichen Glück zu konfrontieren.

Nach einer Stunde verabschieden sich die beiden Freundinnen und haben nur Small Talk gemacht. Sie fahren beide mit einem Gefühl der Unzufriedenheit zurück in ihren Alltag.

Die beiden Freundinnen sind zweifellos vorsichtig und rücksichtsvoll gewesen. Sie haben die Grenzen der jeweils anderen nicht berührt und somit kein schlechtes Gefühl ausgelöst. Warum sind sie dann unzufrieden?

Und jetzt zurück zur Situation, aber mit einem anderen Ende:

Die eine Freundin bringt den Mut auf und sagt: „Mein Freund hat mir einen Heiratsantrag gemacht. Ich wollte es dir unbedingt erzählen. Ich habe es noch nicht allen offiziell gesagt, dir aber schon. Du bist mir wichtig!“

Die andere Freundin spürt den Schmerz sofort. Sie weiß, dass sie so schnell keinen Heiratsantrag bekommen wird. Sie stellt sich vor, wie die geliebte Person vor einigen Jahren jemand anderem einen Heiratsantrag gemacht hat und wie sehr sie sie vermissen muss. Sie fühlt sich einsam und wertlos. Trotzdem freut sie sich für ihre Freundin.

Kurz nachdem sie gemeinsam über die künftige Hochzeit gesprochen haben, sagt die andere Freundin: „Ich habe ein Angebot für einen Job in den USA bekommen. Ich glaube, ich nehme es an. Es könnte meine Chance sein, aus dieser Situation herauszukommen. Ich hätte aber gerne deine Meinung dazu gehört.“.

Die Freundin wird plötzlich mit dem Gefühl der Frustration konfrontiert. Sie muss am folgenden Tag wieder in den Supermarkt gehen und möchte überhaupt nicht mehr als Verkäuferin arbeiten. Ihr fallen die unzähligen Stellen ein, auf die sie sich beworben hat und von denen sie zuletzt Absagen erhalten hat. Sie fühlt sich frustriert und ziemlich wertlos, gleichzeitig freut sie sich sehr für ihre Freundin.

Nachdem sie über die mögliche Stelle in den USA gesprochen haben, verabschieden sie sich und kehren mit einem warmen Gefühl in ihren Alltag zurück – mit dem Gefühl, mit einem wichtigen Menschen etwas sehr Tiefes geteilt zu haben.

Und jetzt die Frage: Was passiert im zweiten Szenario?

Die Freundinnen sind genauso vorsichtig und rücksichtsvoll, aber eine der beiden überwindet die Angst, ihre Freundin zu verletzen und vielleicht sogar teilweise zu verlieren, und erzählt ihr von dem Heiratsantrag.

Rücksicht, Achtsamkeit und Vorsicht sind in Beziehungen zwar wertvoll, aber wenn sie zu groß werden, weil sie von der Angst geleitet werden, die unsichtbaren Grenzen der anderen Person zu berühren, dann werden diese schönen Eigenschaften zu „Beziehungsbremsen“.

Wenn wir uns diese unsichtbaren Grenzen in einem ebenfalls unsichtbaren Raum vorstellen, könnte es ungefähr so aussehen:

Im ersten Szenario machen beide Freundinnen einen großen Bogen umeinander, um sich bloß nicht zu berühren. Dadurch hören sie einander kaum, sie sind nämlich zu weit, nicht weil sie sich nicht mögen, sondern weil sie Angst haben, einander zu nahe zu kommen und die andere eventuell zu verletzen, abgelehnt zu werden oder die Beziehung zu verlieren.

Im zweiten Szenario hingegen kommen sich die Freundinnen langsam näher, bis eine den Mut aufbringt und die Hand der anderen nimmt. Diese nimmt die Geste an. Natürlich konnte vorher niemand wissen, ob sie angenommen werden würde. Es stimmt, es hätte auch so verlaufen können, dass die andere Freundin ihre Hand zurückgezogen hätte. In Beziehungen ist dieses Risiko immer vorhanden.

Was die beiden Freundinnen einander außerdem schenken, ist gegenseitiges Vertrauen – nämlich das Vertrauen darauf, dass jede mit ihrem eigenen Schmerz umgehen kann.

Wenn sie beide darauf verzichtet hätten, sich zu öffnen, aus Angst, die andere zu verletzen, hätten sie einander jeweils die Möglichkeit genommen, mit dem eigenen Schmerz umgehen zu können.

Natürlich ist diese Angst, die Grenzen anderer zu berühren, nicht die einzige Angst, die die Entwicklung einer Beziehung bremst. Auch die Angst, sich echt zu zeigen und echt zu sein, spielt hier eine entscheidende Rolle.

Dieses Thema habe ich im letzten Blogbeitrag der Reihe „Zwischen Menschen“ mit dem Titel aufgegriffen.

Hier geht es um Grenzen-Erfahrungen. Deshalb grenzen wir uns in diesem Beitrag auf die Angst ein, unsichtbare Grenzen anderer zu berühren und die eigenen unsichtbaren Grenzen berühren zu lassen.

Warum sind Beziehungen meiner Meinung nach immer Grenzen-Erfahrungen?

Weil jede Beziehung, sobald sie mehr als flüchtiger Small Talk wird, uns berührt. Je bedeutsamer eine Beziehung wird, desto mehr Spuren hinterlässt sie und desto eher kann sie auch wehtun, wenn die Grenzen, die berührt werden, schmerzen.

Andererseits öffnet genau diese Berührung den Weg für einen Austausch, der tiefer ist als ein bloßer Informationsaustausch. Wenn sich unsichtbare Grenzen aneinander anstreifen und berühren, entstehen Berührungspunkte, dann Kontakt und schließlich sogar Nähe.

Auch diese sind unsichtbar und nicht beweisbar. Sie entstehen still in diesem unsichtbaren Raum, sind aber spürbar, real und verändern uns und unsere Grenzen.

Eine Beziehungserfahrung ist also immer auch eine Grenzen-Erfahrung.

Das Spüren und Berühren emotionaler und psychischer Grenzen in einer Beziehung sind eine emotionale Herausforderung und eine gemeinsame Aufgabe, die alles andere als einfach ist, aber eine wertvolle Belohnung mit sich bringt, wenn man sich darauf einlässt.

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